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US-Immigrationsvisum für den Nürnberger Kurt E. Schulherr
US-Immigrationsvisum für den Nürnberger
Kurt E. Schulherr

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Emigration aus Nürnberg

Einer Reihe von Juden aus Nürnberg gelang rechtzeitig die Emigration. Dadurch entgingen sie der Vernichtung. Dennoch stellte die Emigration einen Bruch in der Biographie jedes einzelnen dar. Elementare emotionale Auswirkungen wie das Gefühl von Entwurzelung und Verlust und die jähe Notwendigkeit eines Neuanfangs prägten für viele den Start in das neue Leben.
Am 28.3.1940 erschien im städtischen Amtsblatt unter dem zynischen Titel "Der Auszug der Juden aus der Stadt der Reichsparteitage" ein Beitrag des Leiters des Statistischen Amtes, Prof. Dr. Maximilian Meyer, über die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung Nürnbergs seit dem 30.1.1933. Danach verringerte sich die Zahl der jüdischen Nürnberger von 8266 am 1.2.1933 auf 2668 am 1.1.1940. Für den Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels schätzte Meyer die Zahl der noch in der Stadt lebenden Juden auf 2500.
Untersuchungen des Nürnberger Historikers Gerhard Jochem zufolge emigrierten insgesamt 2.539 jüdische Mitbürger aus Nürnberg. 40 % von ihnen siedelten sich in den USA, 22 % in Großbritannien, 9 % in Palästina und jeweils 5 % in Frankreich und den Niederlanden an. Der Rest entfiel auf andere aufnahmewillige Staaten.
Das Schicksal der Familien Heilbronner und Schneebalg mag insofern stellvertretend für die Emigrations-Verläufe dienen.
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